Das Biegen von Holz.

Das Biegen von Holz ist ein Verfahren, dass unter anderem im Bootsbau oder im Möbelbau eingesetzt wird. Gerade für die Herstellung von Sitzmöbeln hat sich diese Methode als sinnvoll erwiesen. Üblicherweise läuft dieser Vorgang unter Zuhilfenahme von Dampf und Wärme ab, damit das Holz formbar wird. Nicht jede Holzsorte ist zum Biegen geeignet. Während die gängigsten Sorten, wie Eiche, Buche und Esche sehr gut biegbar sind, kann man mit Ahorn und Kirsche schon Schwierigkeiten bekommen. Auch sollte man auf exotische Holzsorten und Weichhölzer verzichten. Generell ist beim Biegen der Feuchtigkeitsgrad zu beachten. Das Holz ist am besten bei einem Feuchtigkeitsgehalt von ca. 30 % biegbar.

Um das Holz zu biegen, wird es zunächst mit Hilfe einer Dampfquelle erweicht. Für den privaten Gebrauch reicht dabei schon ein Wasserkocher, den man in einer abdeckbaren Grube platziert. Das Erweichen kann je nach Holzart bis zu eineinhalb Stunden pro Zentimeter des Stammdurchmessers dauern. Die ideale Temperatur für die Dampfgrube sollte bei 100 Grad Celsius liegen. Nachdem der gewünschte Grad an Weichheit erreicht ist, wird das Holz mit Hilfe von Biegeformen oder anderen Biegehilfen zurechtgebogen. So wird das Holz zum Beispiel zwischen ein Stahlband gespannt, dass man mit beiden Händen hält und dann wird es gebogen. Hierbei muss darauf geachtet werden, dass die Seite an der gebogen wird, nicht die dickste Seite ist. Auch sollte man darauf achten, dass das Holz unter starker Spannung steht und durchaus brechen kann.