Das Dreipunktbiegen

Das Dreipunktbiegen ist eine von mehren Arten des Gesenbiegens, welches auch als Abkanten bezeichnet wird. Hierbei wird ein Werkstück, meistens wird dabei Blech verwendet, auf eine Matrize mit v-förmiger Öffnung gelegt. Durch ein Oberwerkzeug, welches auch als Schwert oder Stempel bezeichnet wird, findet dann eine Blechumformung statt. Das Oberwerkzeug drückt dabei das Blech auf beziehungsweise in die v-förmige Öffnung, damit dieses sich dann verformt oder eben biegt.
Beim Dreipunktbiegen drückt das Oberwerkzeug das Werkstück auf die Matrize, die in diesem Fall eine U-Form besitzt. Das Werkstück berührt die Matrize dabei an drei Punkten, was auch die Namensgebung erklärt. Diese Art zu Biegen ist präzieser als das freie Biegen, da der Öffnungswinkel genau durch die Position der drei Werkstückauflagepunkte auf der Matrize bestimmt werden kann. Genau beschrieben sind diese drei Auflagepunkte eigentlich Auflagelinien. Es befindet sich je eine an jeder oberen Innenkante der Matrize und eine auf Matrizenboden. Dieser fungiert gleichzeitig noch als Gegenhalter. Der große Vorteil ist, dass die Matrizen mit höhenverstellbaren Gegenhaltern ausgestattet werden können. Das führt dazu, dass Biegewinkel geändert werden können, ohne einen Werkzeugwechsel durchführen zu müssen. Das Problem dabei ist nur, dass es sehr aufwändig ist, den Gegenhalter genau auf den unteren Endpunkt des Oberwerkzeugs abzustimmen. Ein weiteres Defizit ist dabei, dass die benötigten Werkzeuge sehr teuer sind, da nur wenige Hersteller Biegemaschinen für dieses Verfahren produzieren.