Gesenkbiegen
Das Werkstück wird beim Gesenkbiegen auf eine Matrize gelegt. Diese hat eine V-förmige Öffnung. Durch die
Hinteranschläge ist gewährleistet, dass das Werkstück schnell wieder exakt auf der Matrize positioniert werden kann. Moderne Maschinen arbeiten mit zwei Hinteranschlägen, CNC-gesteuert. Die Blechumformung findet statt,
indem das Oberwerkzeug, Schwert oder Stempel genannt, eine kontrollierte Abwärtsbewegung ausführt.
Es wird unterschieden zwischen Freiem Biegen, Prägebiegen und Dreipunktbiegen.
Beim Freien Biegen kommt es zwischen Blech und Matrize nur an den Kanten der Matrize zu einer Berührung.
Der Vorteil dieser Technik ist die Möglichkeit, unterschiedliche Winkel zu fertigen, ohne Werkzeugwechsel einzusetzen. Daher kommt es gegenüber dem Prägebiegen oder dem Dreipunktbiegen häufiger zur Anwendung.
Die Öffnungsweite der Matrize bestimmt im Wesentlichen den Radius, der an der Biegekante entsteht.
Das Prägebiegen ist dadurch gekennzeichnet, dass mit hohem Druck geprägt wird. Die Öffnungswinkel von
Matrize und Stempel betragen nahezu 90 Grad. Vorteil dises Verfahrens ist es, dass genauere Ergebnisse erzielt werden, allerdings ist der Werkzeugsatz auf einen Biegewinkel ausgelegt. Das Prägebiegen ist also weniger flexibel.
Beim Dreipunktbiegen wird das Werkstück vom Stempel so auf die Matrize gepresst, dass es die Matrize an drei Punkten berührt. Bei diesem Verfahren werden präzisere Ergebnisse erzielt als beim Freien Biegen. Die Bestimmung des Öffnungswinkels ist abhängig von der Position der drei Werkstückauflagepunkte. Falls die Matrize mit einem höhenverstellbaren Gegenhalter ausgestattet ist, ist es möglich, ohne Werkzeugwechsel unterschiedliche Biegewinkel herzustellen. Jedoch ist die Steuerung aufwendiger, da eine zusätzliche Achse gesteuert werden muss. Zudem muss der untere Endpunkt des Stempels auf die Position des beweglichen
Gegenhalters abgestimmt werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Werkzeuge teurer sind.














