Stanztechniken

Schon seit Jahrhunderten versucht der Mensch Möglichkeiten zu entwickeln aus verschiedenen Materialien Teile herauszuarbeiten. Zu Beginn bediente er sich dem Ausschaben, beziehungsweise dem Ausschneiden und Aussägen. Auf diese Art war es allerdings nur möglich ein Exemplar zu bekommen. Jedes weitere musste mit derselben Mühe geschaffen werden und wich letztendlich doch immer vom Original ab. Ein findiger Mann erfand schließlich die Technik des Stanzens.
Aus einem flachen Material wurde mit Hilfe einer großen Krafteinwirkung und unter Verwendung eines Stanzwerkzeuges, welches die Form des fertigen Gegenstandes durch seinen geschärften Umfang aufwies, das entsprechende Teil herausgestanzt, beziehungsweise herausgeschlagen.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich Maschinen und das Stanzen wurde industriell. Mittlerweile werden zum Beispiel sämtliche Metallteile einer Autokarosserie aus Blech herausgestanzt um sie in weiteren Arbeitsschritten, ähnlich einem Puzzle, zusammenzusetzen. Ob große Teile oder kleine Teile, ob rund oder eckig, ob kompliziert oder einfach. Für jeden Fall gibt es die entsprechende Stanzmaschine.
Heute werden Teile nicht nur aus Metall gestanzt, auch in der Holzverarbeitung und im Bereich Kunststoff bedient man sich der mittlerweile ausgefeilten Technik.
Auch das Prägen ist mit der Technik des Stanzens verwand. Hierbei wird das Rohmaterial nicht ausgestanzt, beziehungsweise ausgeschnitten, sondern eine entsprechende Form, ein Muster in das Material geprägt. Ein gutes Beispiel hierfür ist eine Münze. Bei der Herstellung dieser, werden beide Verfahren angewendet. Die Form der Münze wird aus einem Metallblech gestanzt und gleichzeitig die Prägung, ein Wappen, der Betrag und ähnliches, auf die Münze geprägt. Diese Technik machten sich schon die alten Ägypter zu nutze und prägten, genau wie die Römer, Münzen aus Silber und Gold. Auch unsere modernen Münzen sind in der gleichen Art und Weise hergestellt.
Durch die Erfindung des Stanzens wurde es möglich mit nur einer großen Krafteinwirkung mehrere Teile gleichzeitig zu fertigen. Alle gestanzten Teile gleichen dem anderen, wie ein Ei dem anderen. Hierfür ist es natürlich notwendig, dass das Stanzwerkzeug entsprechend gut gearbeitet wurde. Scharf und präzise arbeitet es sich dann durch das Material und schneidet die Teile heraus. So entwickelte sich die Möglichkeit einer effektiven, energiesparenden Massenproduktion, die immer noch weiterentwickelt wird. Heutzutage arbeiten die meisten Stanzmaschinen computergesteuert. Bis auf das Hundertstel genau werden so die Teile gefertigt und verhelfen dem Endprodukt ebenfalls zu einer hundertprozentigen Arbeitsleistung. Das Stanzwerkzeug ist in vielen Fällen zwar einem computergesteuerten Laser gewichen, die Arbeit an sich ist aber immer noch dieselbe. Ohne das Stanzen wären viele Maschinen, Arbeitsgeräte und Dinge des täglichen Gebrauchs erst gar nicht erfunden worden. Die Technik des Stanzens ist zu einem wichtigen Industriezweig geworden, der vielen Menschen Arbeit bietet. Auch in Zukunft wird diese Technik wichtig sein und weiterentwickelt werden. Immer schneller und kostengünstiger lassen sich so Teile in der Masse produzieren. Auf das Stanzen wird man sicherlich niemals verzichten können. Demnach ist dieser Bereich ein sicheres, zukunftsorientiertes Arbeitsfeld.